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Stell Dir vor, ich würde Dich jetzt zeichnen

Stell Dir vor, ich würde Dich jetzt zeichnen, ein Blatt nehmen, einen Stift, das Blatt vor mich legen, angeschrägt, sodass Du es nicht siehst, Dich ansehen, so lange, wie man braucht, um auf den ersten Strich zu kommen, Mut zu fassen, sich zu trauen, das Blatt zu berühren, mit der Spitze, denn es hat auch ohne Strich einen Wert für sich, rein weiß, unangetastet, man muss schon was können, damit das nicht schlechter wird, aber ich kann das. Habe Dich jetzt lang genug angesehen, setze den Stift an, sehe nochmal auf, und die Linien ziehen sich über das Blatt, Du fragst Dich, was da entsteht, ich sehe wieder auf, sehe Dich an, verfolge die Linien, ziehe weitere, eine Überlegung, Blick hoch zu Dir, stimmt, doch richtig, wieder runter, weiter, mit Dir im Kopf, Kontrolle, weiter, Kontrolle, weiter. Dann setze ich ab. Rücke zurück. Blick auf das Blatt, zu Dir, auf und ab. Aber ich drehe es nicht um. Du wirst es nicht zu sehen bekommen. Vertrau mir. Es ist schön.

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