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Ich komme eben nicht aus Neukölln

Ich höre selten zu. Das ist sozusagen immer nur solange der Fall, wie die Dinge was mit mir zu tun haben und das ist selten bei den Dingen, von denen die Leute erzählen der Fall, denn die Leute reden ja im Wesentlichen von sich. Das wissen die Zuhörer am besten, sie sind die, die Fragen stellen, was man ja nur kann, wenn man weiß, worum es geht, also nicht per se, aber damit es gute Fragen werden, Fragen, über die die Leute später sagen, Mann, der kann gut zuhören, damit es solche Fragen werden, muss man schon ziemlich gut zuhören aber ich komme eben nicht aus Neukölln. Ich kann aber nicht nur im Gespräch wenig fragen, sondern kann auch nichts sagen, wenn mich einer fragt, wie ich den Text finde und das Lied auf Englisch ist. Denn aus England komme ich schon gar nicht. Ich verstehe zwar Englisch aber keine englischen Lieder, die gehen so durch, wie wenn einer nicht von mir spricht. Ist ja auch nicht meine Sprache aber das ist glaube ich nicht der Grund. Diese Sprache, in der ich überwiegend, also auslandsaaufenthaltabhängig, nicht denke, sondern, wenn überhaupt, dann mal spreche, wirkt im englischen Lied nur wie ein Zusatzgedudel, als Extraklimbim quasi, das also wie gesagt nur so durchgeht wie die Leute, die im Laufen von sich sprechen und im Café, aber nicht wie Sprache als Zusatz zum Ton, wie wenn ich singe. Also könnte man sagen. Aber ich kann dann ja nichts sagen, sondern immer bloß die Schulter zucken, wenn es um Text in englischen Liedern und die anderen Dinge, von denen ich nicht viel verstehe und vor allem nicht um mich geht.

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