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Kritik (Nuance): Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt (Peter Stamm)

Dreimal auf hundertfünfzig Seiten gucken Menschen erwartungsvoll. Aber das ist eine andere Geschichte. Ganz oft dachte ich, was soll das. Und auf den letzten zehn Seiten macht es endlich Klick und das neue Buch von Peter Stamm schlägt zu.

Wenn die Geschichte eines anderen sich mit der Story des eigenen Lebens vermischt. Wenn in der Erinnerung beide zusammen fallen. Wenn du sie schilderst, die Erinnerung, die dein oder ein Leben eines anderen treffen könnte, wenn du die Erinnerung schilderst, aus der Erinnerung berichtest, und nicht ganz klar ist, wessen Erinnerung das ist. Du bist sicher, es ist deine. Und irgendwann ist fast nichts mehr da von dem Wissen darüber, woher das, was du geworden ist, eigentlich kommt. Nur ein Gefühl, das, wenn überhaupt, gerade noch ein Zucken in deinem Gesicht auslöst. Wie eine leichte Bodenwelle auf einer Landstraße unter der die Wurzel eines Baumes liegt, an dem du schon vorbei bist.

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