Skip to content

Manfred Krug

Und dann sprengt dieser Satz alles in deinem Kopf und es bleibt nur er zurück, weil er das ganze Hickhack zusammenfasst, auf einen Punkt bringt, den Punkt an seinem Ende, und weil Du nicht mehr die Fäden verlierst, wie das beim Denken im Zusammenhang mit Liebe ja immer so ist, nicht nach vorn und nicht zurückspringen musst, weil Du es gar nicht mehr kannst, sondern stehen bleibst, weil dieser Satz es dir endlich erlaubt, durchatmest, weil Du es nach Wochen zum ersten Mal darfst, lachen kannst, weil Du es zum ersten Mal kapierst. Das, was abgeht. Das mit Dir. Das, was der Satz einfach sagt. Das wird ganz schlimm für mich, wenn Du mich mal verlierst.

Und ich hab kapiert, dass ich es sein werde, der geht und der dir, wenn Du nach deiner Flucht vor mir irgendwann zurückkommst, die Tür nicht mehr aufmacht, sondern dahinter steht und weint. Ich hab es verstanden. Der Satz hat es mir erklärt, obwohl er da, wo ich ihn herhabe, gar nicht zu dem gehört, was gesagt werden sollte. Er steht für sich und steht für mich und sagt mir, dass ich es sein werde, der Dich versteht und der dann Schlüsse und dann den Schlussstrich zieht. Mein Schluss, das wirst Du dann sehen, wird endgültig sein, das erkennt der Satz auch, kann es mir immer wieder von ihm erklären lassen. Und Du wirst dir Schuld dafür geben und es mir schreiben und ich werde es lesen und meinen Satz und mich wird jeder deiner vielen Sätze bestätigen darin, dass ich nicht mehr zurückkann zu dir, weil Du mich kaputt machst, weil Du mich verloren hast. Du, deren Kinder ich mich schon Papa rufen hörte.

Danke für den Satz, Lisa Rank.

Kommentiere als erster

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.