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Über-Schönheit

Sie war so schön, dass man ihre Schönheit nicht unbefangen genießen konnte, sondern angestrengt Makel suchte, Mitleid in sich zu erzwingen versuchte, weil das doch schlimm sein muss, wenn andere immer nur auf das Äußere achten, Neid in sich aufkommen spürte, weil die sich ja alles erlauben kann und auf niemanden Rücksicht nehmen muss, an ihrem gleichgültigen Blick kann man es doch sehen, der ist der Beweis dafür, schön, ja, aber in Wahrheit doch nur die Fassade vor innerer Hässlichkeit. So steht man dann da. Und staunt. Über sich und die Mechanismen des Schutzes, die sich einrichten, von alleine in einem, wenn man sich verteidigen will gegen das, was nicht aufkommen soll. Und Du nimmst die Arme hoch, in Abwehrhaltung. Aber da hats schon Peng gemacht und gekracht, wie bei einem Profikiller, zwei Schuss, einer in Deinen Kopf, einer in Deine Brust.

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