Skip to content

Urlaubssoziologie (mega meta)

Man geht dann zu so einem Bäcker und bestellt sich so ein kleines süßes Teil, das sucht man sich aus so einer Auslage aus und dazu einen Espresso. Wobei man in Italien dazu ja caffé sagt. So essen die dort Frühstück. Und man gewöhnt sich daran und man ist dann auch wirklich bis zum Mittag satt. Und dann versteht man das auch, dieses Quirlige der Italiener. Wenn man nicht gleich am Morgen so schwer isst, wie wir Deutschen, dann ist das natürlich klar.

In Lissabon dagegen nennen sie den Espresso Bica. Es gibt kleine Shops, in denen es nur das gibt. Sie trinken den dort ganztags, also etwa wenn sie mit einer Sache fertig sind oder zwischen zwei Sachen, etwa im Einkaufszentrum auf dem Weg von einem Sportgeschäft in ein Elektronikgeschäft. Wenn man so viel Kaffee trinkt, schläft man natürlich schlechter und dann erklären sich natürlich auch die Tränensäcke, die den Portugiesen dann abends in dem Fischrestaurant immer traurig aussehen lassen, wenn er Fado hört.

Der Deutsche neigt nach seinem Urlaub gerne zum Schluss von seinem Eindruck auf das große Ganze. Nicht selten gleicht das einer soziologischen Studie. Dass er auch die Zeit hat, kausale Zusammenhänge zwischen seinen Beobachtungen und den Eigenschaften des jeweiligen Volkes herzustellen, liegt sicher daran, dass es in Deutschland viel kälter ist als in dem Urlaubsland und daran, dass der Deutsche dann auch wieder viel mehr drinnen ist.

Oh stopp. Das ist doch … whow mega meta. Aber egal. Philosophie ist dieses Jahrhundert ja eh Sache der Franzosen.

Kommentiere als erster

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.