Skip to content

So gesehen wie ein Mittagsschlaf: Bolognese im Bonfini

Gegessenes Nichts, nicht im Sinne von belanglos, sondern im Sinne von ich-weiß-nicht-mehr, wir haben viel geredet, mein Gegenüber und ich, aber nicht so viel, dass ich mir diese Lücke in der Erinnerung erklären kann. Die Lücke ist auch nicht vollständig, an den Geschmack des Parmesans erinnere ich mich, der schmeckte wie der von Rewe, das ist was Gutes (wie Salami bei Kaisers), an das Aussehen erinnere ich mich auch, kleinere Fleischklumpen in rot, auch wichtig, weil die meine Grundsorge vor jeder unbekannten Bolognese, nur Italo-Soljanka zu bekommen, auf den ersten Blick ausräumten. Auch die Temperatur spüre ich noch, hinten links am Gaumen, und der Rest, na klar, der liegt im Magen, nicht zu schwer, denn zu viel war es nicht. Allein der Geschmack der Bolognese. Der ist verloren gegangen zwischen Wie-geht-es-Deiner-Familie und dem Wer-hat-den-besseren-Physiotherapeuten-Battle. Lag das an ihr? Ist es eine gute Eigenschaft, weder erinnerbar schlecht, noch erinnerbar gut zu sein? So gesehen war sie wie ein Mittagsschlaf, von dem man häufig auch nur das Ergebnis kennt. Man selbst in besser als davor. EUR 6,50 inklusive Entspannung im Bonfini in der Chausseestraße.

 

Kommentiere als erster

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.